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Inhaltsbasiert skalieren: die Proportionen ändern, ohne Menschen zu stauchen

Aus einem Querformat ein Hochformat machen, aus 16:9 ein 4:3 — ohne die Leute darauf platt zu drücken.

oder leeres Dokument anlegen

Es löst ein ganz bestimmtes Ärgernis: Ein 16:9-Foto soll in einen 4:3-Platz. Die Seiten wegzuschneiden kostet Inhalt, Ziehen macht Menschen breiter und Kreise oval — und beides sieht jeder sofort.

So funktioniert es. Der Algorithmus gibt jedem Pixel eine „Energie" (seinen Gradienten — hoch an Kanten, niedrig auf glatten Flächen), sucht die Pixelkette von oben nach unten mit der geringsten Gesamtenergie und löscht diese ganze Kette. Wiederholt man das, verschwinden Himmel, Wand und Gras, während Gesichter, Text und Gebäudekanten praktisch unberührt bleiben. Das Verfahren heißt Seam Carving.

Wichtigste Funktionen

Das Motiv behält seine Form, der Hintergrund weicht

Gelöscht wird die Kette mit der geringsten Energie, beim Schmalerwerden geht also zuerst leerer Hintergrund. Um Bereiche mit hohem Gradienten wie Gesichter und Text macht der Algorithmus aktiv einen Bogen.

Es dehnt auch nach außen

Seams einzufügen statt zu entfernen verbreitert das Bild: Pixel kommen dort hinzu, wo es am flachsten ist, statt das Ganze auseinanderzuziehen. Praktisch, um aus einem Hochformat ein Banner zu machen.

Sie drücken eine Taste; es folgt nicht dem Regler

Der Algorithmus geht pro Seam einmal über das ganze Bild — gemessen 6 Sekunden für 1920×1080 bei −10%. Anders als die übrigen Werkzeuge rechnet er deshalb nicht beim Ziehen mit. Erst Breite und Höhe einstellen, dann „Starten".

Bilder werden nicht hochgeladen

Die ganze Rechnung endet in Ihrem Browser; keine Anfrage trägt Bilddaten. Öffnen Sie das Netzwerkfenster der Entwicklerwerkzeuge und sehen Sie selbst nach.

So funktioniert's

  1. 1
    Bild hineinziehen
    JPG, PNG und WebP werden angenommen, und Strg+V fügt aus der Zwischenablage ein.
  2. 2
    Breite und Höhe einstellen
    Beide Regler sind Prozentwerte, 50%–150%. Nur einen zu ändern ist in Ordnung; lassen Sie den anderen auf 100%.
  3. 3
    „Starten" drücken
    Die Seite sagt Bescheid, solange sie rechnet. Je größer das Bild und je größer die Änderung, desto länger das Warten — das ist der Preis des Algorithmus.
  4. 4
    Vergleichen, dann herunterladen
    Links das Original, rechts das Ergebnis, nebeneinander. Nicht zufrieden? Zahl ändern und noch einmal drücken.

Häufige Fragen

Was unterscheidet das vom bloßen Ziehen oder Beschneiden?
Ziehen fasst jedes Pixel an: Menschen werden breiter, Kreise oval, und jeder sieht es. Beschneiden wirft ganze Streifen Inhalt weg und kostet Bildaufbau wie Information. Inhaltsbasiertes Skalieren tut weder das eine noch das andere — es entfernt nur die Pixelketten mit dem geringsten Informationsgehalt, das Motiv behält seine Proportionen, und was am Rand stand, ist noch da.
Warum muss ich hier drücken, wenn alle anderen Werkzeuge sofort rechnen?
Weil dieses ungleich teurer ist. Die übrigen Operationen sind ein bis zwei Durchgänge über das Bild (Millisekunden), Seam Carving dagegen berechnet für jeden einzelnen Seam die Energiekarte neu und lässt einmal ein dynamisches Programm laufen. Gemessen: 0,8 s bei 600×800 und −20%, 6 s bei 1920×1080 und −10%. Dem Regler zu folgen hieße, die Seite bei jedem Loslassen sekundenlang einzufrieren — und auf dem Schirm wäre nicht zu sehen, dass gerechnet wird. Also entscheiden Sie, wann.
Warum sind die Kanten bei großen Bildern etwas weich?
Weil alles über 900 Pixeln vor der Seam-Berechnung auf eine lange Kante von 900 Pixeln verkleinert und danach auf die gewünschte Größe zurückgebracht wird. Ohne diesen Schritt bräuchte ein Handyfoto Dutzende Sekunden. Es ist ein echter Tausch zwischen Tempo und Schärfe, hier aufgeschrieben statt Ihnen zum Entdecken überlassen. Bilder unter 900 Pixeln überspringen ihn und werden in voller Auflösung geschnitzt.
Bei welchen Bildern taugt es wenig?
Bei vollen — einem Gruppenfoto, dichtem Satz, einer regelmäßigen Gebäudefassade. Seam Carving braucht Bereiche geringer Energie, die weichen können; solche Bilder haben davon kaum welche, also muss der Algorithmus an Material, das hätte bleiben sollen, und man bekommt verbogene Linien. Dafür ist ein gewöhnlicher Beschnitt sicherer.

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